Diskotheken und Clubbing auf Ibiza

Das prägende Element der ganzen Partyinsel sind die acht großen, namenhaften Diskotheken. Je nachdem, was man als groß zählt, kommt man auch auf eine mehr oder weniger. Die Einzigartigkeit Ibizas als Clubbing-Paradis hat aber nicht nur mit der Anzahl der Clubs zu tun, sondern auch mit den Veranstaltungen, die dort stattfinden. Fast alle der angesagten DJs aus dem Bereich der elektronischen Musik legen auf Ibiza auf, viele von ihnen regelmäßig an einem Abend der Woche als Resident-DJ. Einigen ist sogar eine eigene Veranstaltungsreihe gewidmet, zu nennen sind hier Sven Väth, David Guetta, Steve Aoki oder Carl Cox. Meist treten auch mehrere DJs an einem Abend auf, wodurch die Veranstaltung besonders abwechslungsreich wird. Jeder DJ bringt sein eigenes DJ Equipment mit, unter Umständen sogar spezielle Deko und natürlich sein Set. Die DJs auf Ibiza sind Stars. Wer auf hier auflegt, hat gute Chancen ganz groß rauszukommen oder hat es bereits geschafft. Auf der schönen Insel versammelt sich Jahr für Jahr die „Crème de la Crème“ der elektronischen Tanzmusik und sorgt für neue Hits und ganz besondere Partys. Diese sind sorgfältig organisiert und heben sich deutlich von dem ab, was in deutschen Nachtclubs und Diskotheken der Standard ist.

Clubbing auf Ibiza ist nicht nur Tanzen zu von Top-Djs ausgewählter Musik. Dekroation, Ambiente sind aufwändig. Es gibt tänzerische und artistische Darbietungen, die sich deutlich vom üblichen Gogo-Tanz abheben.

Die wöchentlich stattfindenden Veranstaltungsreihen werden in der Regel von Agenturen, die unabhängig von der Diskothek sind, organisiert und haben dementsprechend ein eigenes Konzept und eigenes Marketing. Die Partysaison fängt Anfang Juni langsam an und ist Anfang Oktober vorbei. Nur das Pacha ist ganzjährig geöffnet. Zu Beginn der Saison finden nach und nach die sogenannten Openings statt. Der erste Termin in der Saison jeder Veranstaltungsreihe wird mit einem besonders prominenten Line-Up und aufwändigem Programm hervorgehoben. So wird das Partyprogramm auf der Insel dichter, bis schließlich Anfang Juli jede Diskothek jede Nacht geöffnet hat. Ab Mitte September wird das Programm dann langsam wieder ausgedünnt. Auch die letzte Partys, die sogenannten Closings, werden besonders gefeiert.

Die meisten Clubs öffnen um Mitternacht und füllen sich bis etwa 2 Uhr in der Nacht. Die Partys erreichen gegen 3 Uhr ihren Höhepunkt. Geöffnet haben die Clubs in der Regel bis um 6 Uhr morgens.

Eintrittspreise und Ticketkauf

Beeindruckend sind leider auch die Preise, die für Eintritt und Getränke aufgerufen werden. Eintrittspreise zwischen 30 und 40€ sind üblich. Für einige Abende werden auch 70€ verlangt. Was allerdings auch passieren kann: In Vor- und Nachsaison werden kurzfristig Freikarten verschenkt, zwar nicht für die gehypten Veranstaltungen, aber durchaus für angesehene Partys.

Die Preise für Getränke im Club sind extrem hoch. Für eine kleines Wasser sind es mindestens 8€, ein Bier gibt es ab 10€.

Ein Kuriosum rund um das Clubbing auf Ibiza ist das Vertriebssystem von Eintrittskarten. Grundsätzlich versucht jeder überall Eintrittskarten zu verkaufen. Der Reiseleiter bei der Begrüßung, die Hotelrezeption, die unzähligen Promotoren am Strand, die Promotoren abends auf der Straße. Und jeder verspricht den besten Preis. Tatsächlich ist es aber meistens der gleiche Preis, bestenfalls geht es einmal zwei bis drei Euro nach unten. Da viele Bars und Läden Tafeln mit Ticketpreisen vor der Tür aufgestellt haben, ist es recht einfach, ein Gefühl für den richtigen Preis zu bekommen. Undurchsichtig wird es bei Kombiangeboten, die freie Drinks in einer Bar und einen Transfer enthalten. Auch wenn der Verkäufer eine andere Rechnung aufmacht: Es lohnt sich nicht immer und die angepriesenen Zusatzleistungen sind nicht immer ihr Geld wert.

Am angenehmsten ist die Begegnung mit einem Verteiler von Bändchen für den kostenlosen Eintritt. Häufig gilt der freie Eintritt nur bis zu einer gewissen Uhrzeit. Wichtig ist, die Wertigkeit der Bändchen zu erkennen. Die Extreme reichen von freiem Eintritt für namenhafte Veranstaltungen in den großen Clubs, für die man sonst 40€ bezahlt, bis hin zu einen Rabatt in Höhe von vielleicht zwei Euro auf ein Getränk in irgendeiner Bar.

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