Erfahrungsberichte Mietwagen

Auf Ibiza haben wir verschiedene Anbieter und Buchungswege genutzt

Wenn man häufiger auf Ibiza ist und ein Auto mietet, sammelt man seine Erfahrungen mit Vermietern. Wir haben mehrere Autovermieter auf verschiedenen Buchungswegen genutzt. Hier eine kleine Auswahl unserer Erfahrungen.

Buchung an der Hotelrezeption

Das Vermitteln von Mietwagen steht dem Verkauf von Diskotickets nicht viel nach. Jeder versucht einem einen zu vermieten, natürlich auch die Hotelrezeption. Auf dem Aushang in unserem Hotel nimmt die Darstellung der günstigen Mietpreise für die Fahrzeuge den meisten Platz ein. Die Preise für die Versicherungen sind am unteren Rand vermerkt.

Der Mitarbeiter an der Rezeption ruft auf unsere Anforderung hin beim Vermieter an. Dieser sichert zu, sofort zu kommen. Sofort bedeutet in diesem Zusammenhang eine halbe Stunde warten. Mit unserem späteren Mietwagen werden wir zum Büro des Vermieters gebracht. Dort wird der Vertrag aufgesetzt und die Versicherungsoptionen werden präsentiert. Da wir ja schon ins Büro gefahren worden sind, stellen wir wenig Fragen und unterschreiben recht schnell recht viel. <7P> Bei der Rückgabe fahren wir zum Büro des Vermieters, das Auto wird kurz inspiziert und wir werden zurück in das Hotel gebracht.

Was wir für einen Tag gezahlt haben:

Fahrzeug: Fiat Panda, Anmietung 15.09.2014 (Saison)

Miete 49,21€
Versicherung (CDW-PAI) inklusive (Selbstbeteiligung: 350€)
Zusatzversicherung (Super CDW) 9,99€
Glasversicherung 5,00€
Tankregelung keine akzeptiert

Buchung über das Internet beim Vermieter

Da der erste Vermieter in Ordnung ist, buchen wir das nächste Mal direkt über die Homepage des Unternehmens. An einem frischen windigen Sonntag um 7 Uhr morgens wartet der freundliche Mitarbeiter des Vermieters auf uns. Wir haben zu einem genialen Preis gebucht, eine Anzahlung geleistet und alle Zusatzversicherungen abgewählt. Naiv war natürlich zu glauben, dass die Auslieferung an den Flughafen zu einer ungemütlichen Zeit inbegriffen ist, zumal uns der Mitarbeiter einen versteckten Hinweis auf der Buchungsbestätigung zeigen kann. Er redet uns nochmal ordentlich ins Gewissen und da wir etwas müde sind, kaufen wir auch noch die Zusatzversicherung.

4 Tage, Fiat Panda, Anmietung: 15.05.2015 (Vorsaison)

Miete 46,80€ (11,70€ pro Tag)
Auslieferung außerhalb Öffnungszeit 30,00 €
Zusatzversicherung (Super CDW) 60,00 € (15€ pro Tag)
Tankregelung keine akzeptiert

Buchung direkt im Büro

Wir planen spontan einen Ausflug. Am Abend vorher auf dem Rückweg von der Stadt zum Hotel fragen wir in einigen Büros nach Preis und Versicherungsbedingungen. Da die Preise alle ähnlich sind, gehen wir am nächsten Morgen zurück in ein kleines Büro direkt neben dem Hotel.

Wir bekommen einen Kleinwagen, es geht sofort los, kein Warten auf Transferservice oder ähnliches und auch die Rückgabe ist unkompliziert.

2 Tage, Anmietung: 02.09.2013 (Saison)

Miete 60,00€ (30€ pro Tag)
Zusatzversicherung (Super CDW) 28,00€ (14€ pro Tag)

Ähnliche Erfahrungen machen wir zwei Jahre später bei der Direktbuchung in einem anderen kleinen Büro.

Buchung über das Internet über einen Broker

Auf einer Mietwagen-Vergleichsseite suchen wir nach Mietwagen, diesmal auf einer anderen Baleareninsel. Die Firma, die uns letztendlich ein Fahrzeug vermietet, ist aber auch auf Ibiza vertreten. Wir finden ein Angebot, dass den Eindruck macht ganz ok und vor allem billig zu sein. Da es eine Mietwagen-Vergleichsseite ist, läuft die Buchung über einen Mietwagenbroker. Schließlich vermittelt dieser uns an den eigentlichen Vermieter. Trotz guten Willens verstehen wir nicht ganz, wer welche Rolle hat und mit wem wir nun ein Vertragsverhältnis eingegangen sind. Wir lesen aufmerksam alles was wir bestätigen, aber die Fülle der Informationen ist groß und was wir lesen wirkt widersprüchlich. Wir überweisen trotzdem das geforderte Geld und bekommen einen Voucher.

Vor Ort laufen wir dann durch die Hitze vom Hotel zur Vermietstation im Industriegebiet. Unter der angegebenen Adresse ist sie allerdings nicht zu finden – das ist ganz und gar nicht ok. Wir laufen einige Male um den Block. Eine gute Stunde später finden wir die Mietwagenstation. Allerdings ist niemand da, obwohl sie laut unserem Voucher geöffnet sein sollte, auch das ist nicht ok. Vor uns wartet schon eine Person, die die an der Tür ausgehängte Telefonnummer angerufen hat. Nach einiger Zeit kommt eine Mitarbeiterin und bedient uns. Bei dem Gespräch versucht die Dame uns recht penetrant Zusatzversicherungen zu verkaufen, deren Preis deutlich über dem eigentlichen Mietpreis liegt. Wir müssen Reparaturpreislisten unterschreiben, weil wir keine Zusatzversicherung wollen. Weiterhin zaubert die Dame eine verpflichtende Tankreglung aus dem Hut, die wir akzeptieren müssen. Welche Folge es gehabt hätte, wenn wir den Vertrag nicht unterschrieben hätten, ist uns unklar, schließlich haben wir schon Geld überwiesen und zwei Stunden die Station gesucht. Die Vorschäden am Fahrzeug müssen wir selbst ohne Hilfe eintragen.

Verglichen mit dem Theater am Anfang geht es bei der Rückgabe jedoch relativ unkompliziert zu. Auch dieses Mal müssen wir zum Telefon greifen, bis jemand kommt. Was wir genau gezahlt haben, lässt sich nicht mehr genau rekonstruieren. Einiges haben wir bei Buchung gezahlt, anderes bei der Entleihung und auch bei der Rückgabe mussten wir die Kreditkarte zücken. In Summe war das Angebot wohl etwas billiger als die anderen, aber der Stress und die verlorene Zeit machen die wenigen gesparten Euro unserer Meinung nach nicht wett.

Fazit

Am besten schneidet die Buchung direkt in der Vermietstation ab. Bei einem Vermieter den man schon kennt, ist auch die Direktbuchung über das Internet eine gute Option.

Auto & Mietwagen Spezial