Strand, Pool, Bar, Club

Ein Urlaubstag in Platja d’en Bossa

Der charakteristische Urlaubstag in Platja d’en Bossa beginnt am frühen Morgen gegen 6 Uhr mit dem Zubettgehen. Subversive Hotelbetreiber machen sich den Tagesrhythmus ihre Gäste zunutze und bieten nur bis 10 Uhr Frühstück an. Da zu dieser unzumutbaren Zeit die wenigsten Menschen auf den Beinen sind, kann so der Toastbrotverbrauch deutlich reduziert werden. Gegen Mittag meldet sich dann typischerweise der Magen, das Bett wird verlassen und ein, dann natürlich kostenpflichtiges, Frühstück an der Hotelbar oder einer der umliegenden Frühstücksbars eingenommen. Hartgesottene verdrücken auch gleich ein vollständiges Mittagessen in einem Restaurant.

Nun geht es zum Strand. Dafür werden in aller Ruhe die Strandutensilien zusammengepackt und natürlich darf auch auf das richtige Styling nicht verzichtet werden. Falls sich wieder der Hunger einstellt, kann dort noch ein kleiner Imbiss eingenommen werden. Für eine gelegentliche Abkühlung wird das Meer genutzt.

Da in der Sonne Liegen erstaunlich anstrengend sein kann, geht es am Nachmittag zurück ins Hotel. Fast alles Hotels haben einen Pool. Dort kann noch gedöst werden, die pralle Sonne verschwindet, denn der Hotelkomplex wirft Schatten. Wer will, kann noch etwas im Pool planschen oder mit den anderen Gästen ein wenig flirten. An dieser Stelle ist Hektik nicht angebracht, schließlich wird das Abendessen typischerweise erst in der Zeit nach 20 Uhr angeboten.

Vor Öffnung des Speisesaals stehen dann die Deutschen, Gäste aus anderen Ländern sind hier entspannter, vor dem Speisesaal Schlange. Schließlich öffnet sich die Tür und die Hauptmahlzeit des Tages wird eingenommen. Anschließend wird noch bei einem Bierchen in der Hotelbar oder auf der Terrasse davor entspannt.

Es folgt der anstrengendste, aber zugleich auch wichtigste Teil des Tages, das Styling für die Nacht. Das dauert eine Weile, gerade wenn sich mehrere Personen ein Zimmer teilen. Gegen 22 Uhr ist es dann soweit und der wichtigste Teil des Urlaubstages, die Nacht, kann starten.

Da es für den Club noch viel zu früh ist, geht es erst einmal in eine Bar. Ein Übermaß an Zielstrebigkeit ist hier fehl am Platze. Besser ist es, entspannt mit seinen Jungs oder Mädels die Straße entlangzuschlendern, mit jedem Werber vor den Bars ein paar Worte wechseln und sich schließlich irgendwo reinziehen lassen. Auf jeden Fall sollte ein 2-zum-Preis-von-1-Arrangement drin sein. Wenn für den Club noch keine Eintrittskarten gekauft sind, kann der Werber auch ein paar Tipps geben, aber bloß nicht zu schnell kaufen! In der Bar wird erst einmal in Ruhe ein Bier getrunken. Langsam wird es auch voller. Ein gutes Thema, um mit den Tischnachbarn ins Gespräch zu kommen, ist zu fragen, wo diese Nacht die angesagteste Party ist. Wenn die Bar gut ist und man nette Leute getroffen ist, ist noch eine weitere Runde in der Bar drin, ansonsten wird einfach weiter gezogen. Mit etwas Glück trifft man jetzt Werber von Clubs, die Freikarten verschenken. Wenn nicht, werden Tickets in der nächsten Bar gekauft. Natürlich nicht, ohne sich vorher dort noch einmal ausführlich beraten zu lassen.

So um halb eins ist es dann Zeit sich auf den Weg in den Club zu machen. Entweder zu Fuß oder mit dem Bus. Um halb zwei dort zu sein, ist eine gute Zeit. Sich vorher noch einmal mit einer großen Flasche Wasser zu versorgen, kann nicht schaden.

Im Club wird dann richtig gefeiert. Ab einem bestimmten Stimmungsniveau stören die Getränkepreise auch nicht mehr all zu sehr und die Hemmungen fallen. Es wird eifrig gefeiert und getanzt. Irgendwann gegen vier und fünf macht sich dann auch bei fitten Menschen die Müdigkeit langsam breit und es ist Zeit, seine Jungs oder Mädels einzusammeln. Vorausgesetzt, die sind nicht schon vorher verschwunden. In solchen Fällen gilt die eiserne Regel: Was auf Ibiza passiert, bleibt auf Ibiza. Ein morgendlicher Spaziergang am Strand Richtung Hotel sorgt für einen klaren Kopf.

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