Mit der Fähre nach Ibiza

Der gemächliche Weg auf die Insel

Ibiza ist auch auf dem Seeweg zu erreichen. Zugegeben, die Anreise auf Land und Seeweg ist etwas für abenteuerlustige Menschen und sie nimmt verglichen mit einem Flug sehr viel mehr Zeit in Anspruch. Das eigene Auto auf der Insel zur Verfügung zu haben ist aber gerade bei längeren Aufenthalten ein Vorteil. Und nicht zu übersehen ist, dass ein Auto erheblichen Stauraum für Gepäck bietet.

Neben den praktischen Argumenten hat das entschleunigte Reisen manchmal auch einen Wert an sich. Eine Reise auf Land- und Seeweg weckt den Entdeckergeist, die ein oder andere Zwischenstation kann angesteuert werden, Entfernungen und räumliche Zusammenhänge werden erlebbarer.

Das Fährangebot

Zwei Fährgesellschaften bieten Überfahrten nach Ibiza an. Zum einen Trasmediterranea, zum anderen Balearia.

Eine Übersicht über Fährverbindungen mit Dauer und Abfahrtshäufigkeit findet sich hier

Neben den üblichen Fähren, deren Geschwindigkeit um die 20 Knoten beträgt, das sind 37 Stundenkilometer, gibt es auch beschleunigte Fähren (Fast Ferries), die mit 32 Knoten (60 Stundenkilometer) etwas schneller sind. Die Häufigkeit der Überfahrten schwankt stark zwischen Hauptsaison, Nebensaison und Zeiten außerhalb der Saison.

Im Hafen und auf der Fähre

Die Fähren verfügen über verschiedene Ausstattungsklassen, angeboten werden Sitzplätze in verschiedenen Kategorien und Kajüten. Typischerweise gibt es eine einfach Sitzklasse und für einen kleinen Aufpreis eine komfortablere Sitzmöglichkeit. Die Sessel dort sind meist sehr bequem und lassen sich fast flach stellen, sodass nachts Schlafen gut möglich ist. Die Kajüten sind besonders für Familien und Menschen mit hohem Komfortanspruch interessant.

Die Fähren verfügen über Gastronomie und Läden für schöne und parkatische Dinge gekauft werden können. Bei den konventionellen Fähren gibt es einen zugänglichen Außenbereich für diejenigen, die Seeluft schnuppern möchten. Teilweise haben die Fähren haben auch einen kleinen Swimmingpool und eine Sonnenterasse auf dem Oberdeck. Bei Schnellfähren dagegen ist es nicht möglich, das Schiffsinnere zu verlassen. Die Fährgesellschaften geben bei Buchung den Namen der eingesetzten Fähre sowie Details zu Ausstattung und Service des Schiffs bekannt.

Die Fähren befördern auch Fußreisende. Diese können die Fähre teilweise über eine Fußgängerbrücke betreten. In anderen Fällen ist es etwas komplizierter. Ein Bus holt die Fußpassagiere am Empfangsgebäude der Fährgesellschaft ab und fährt die Reisenden über das Hafengelände auf die Fähre. Dementsprechend sind längere Check-In Zeiten zu berücksichtigen.

Zu den Häfen mit dem Auto:

Für die Anreise aus Deutschland ist Barcelona der am günstigsten gelegene Fährhafen. Er ist knapp 1.400 Kilometer von Würzburg entfernt, von Freiburg im Breisgau sind es knapp 1.100 Kilometer.

Nach Valencia kommen von Barcelona aus gerechnet 350 km Weg hinzu. Die Zeitersparnis bei der Fährüberfahrt wird somit in etwa von der verlängerten Fahrt zum Hafen aufgezehrt. Nach Denia sind es weitere 100 km, also von Barcelona 450 km. Dénia ist allerdings insbesondere außerhalb der Saison wegen der regelmäßigen Fährfahrten nicht ganz uninteressant. Ein erheblicher Teil des Wegs führt unweigerlich durch Frankreich. Dort sind, wie auch in Spanien, Mautgebühren für das Auto zu entrichten.

Mit dem Zug:

Auch für Bahnreisende ist Barcelona ein gut geeigneter Hafen. Elipsos-Hochgeschwindigkeitszüge verbinden Barcelona mit Frankreich. Insgesamt fünf Züge täglich fahren von Paris, Lyon, Marseille und Toulouse zum Bahnhof Barcelona Sants.

Die Elipsos-Züge legen die Strecke von Paris Gare de Lyon nach Barcelona Sants in 6 ½ Stunden zurück. Die kürzeste Reisedauer beträgt von Stuttgart oder Frankfurt beträgt knapp 12 Stunden inklusive des Umstiegs in Paris.

Der Versuch den Weg von Deutschland nach Ibiza in einer Tagesetappe zurückzulegen führt dazu, dass Barcelona erst in den Abendstunden erreicht wird. Ein Übergang auf die abendliche Fähre nach Ibiza ist, wenn er unter Berücksichtigung von Transfer- und Check-In-Zeiten überhaupt möglich ist, zumindest unentspannt knapp.

Deswegen empfiehlt es sich entweder, einen Tag früher anzureisen und einen Tag in Barcelona zu genießen. Eine andere Möglichkeit ist am Vortag der Fährfahrt nach Paris oder Lyon zu fahren, dort einen Nachmittag zu verbringen und am nächsten Tag mit einem Frühzug die Reise fortzusetzen, um noch ein paar Stunden in Barcelona zu haben.

Für Bahnreisende aus Deutschland sind Überfahrten ab Dénia eher ungeeignet. Valencia bietet sich nur dann an, wenn Valencia selbst ein Zwischenziel der Reise ist.

Nicht ganz zu entspannt reisen…

Egal ob auf Autobahnparkplatz, an Bahnhöfen, in Städten oder auf der Fähre, es ist immer wichtig, auf die Wertsachen zu achten. Voll beladene Autos sind ein beliebtes Objekt für Diebe. Ebenso ist es ärgerlich, wichtige Dokumente bei einer Zwischenstation gestohlen zu bekommen. Besonders Barcelona ist in Sachen Diebstahl berüchtigt. Besser ist es, bei Zwischenstationen den Hotelsafe zu nutzen oder falls es nur ein Tagesaufenthalt ist, sperrige Gegenstände in einem Schließfach einzuschließen und Dokumente versteckt am Körper zu tragen und zusätzlich wachsam zu bleiben. Auf die Mitnahme von unnötigen Wertsachen sollte bei einer Anreise auf dem Landweg nach Möglichkeit verzichtet werden.

Nach Ibiza reisen

Auf Ibiza unterwegs

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Fähre im hafen von Ibiza

Fähre im Hafen von Ibiza

Hafen von Barcelona

Historisches Hafengebäude in Barcelona

Stadt Barcelona

Eindrücke aus Barcelona